Die Gruppen

Der eigene Gruppenraum ist der erste Anlaufpunkt für jedes Kind. Er vermittelt dem Kind Geborgenheit und Sicherheit im Alltag. Im Raum selbst kann das Kind frei spielen und frühstücken. Der Gruppenraum ist Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten, wie z. B. gemeinsames Frühstück, gemeinsamer Stuhlkreis, Geburtstagsfeiern, etc. Von hier aus geht es seinen Vorlieben nach und erkundet die verschiedenen Spielmöglichkeiten, auch der anderen Gruppen.

  • Die zwei- bis sechsjährigen Kinder werden in drei Regelgruppen mit 25/26 Kindern betreut.
  • Die 0,9 – bis dreijährigen Kinder werden in einer ‚kleinen Altersmischung‘ mit 13 Kindern betreut.
  • Die 2-jährigen bis 3-jähren Kinder in den geöffneten Regelgruppen werden vormittags in einer Kleingruppe, im sogenannten Miniclub, betreut, um ein gezieltes Angebot für diese Altersgruppe anzubieten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Kinder vermehrt in die geöffnete Regelgruppe und das teiloffene Konzept integriert.

Die Eingewöhnung in die Nestgruppe ( unter 2 Jahre ) oder in den Kindergarten ( über 2 Jahre )

Die Eingewöhnung der Kinder orientiert sich an dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. In einem Erstgespräch werden die Eltern über die Einzelheiten des Eingewöhnungsprozesses informiert und auf den wünschenswerten Aufbau einer Beziehung des Kindes zu der Eingewöhnungserzieherin vorbereitet. Von den Eltern erfährt die Eingewöhnungserzieherin Grundlegendes zu dem Kind. Zum Beispiel: Seine Vorlieben, seine Schlaf- und Essgewohnheiten, wie auch Besonderheiten.

Ein wichtiger Aspekt ist die Begleitung eines Elternteils bzw. einer engen Bezugsperson in der Anfangsphase in den ersten Wochen. Dies ist wichtig, um dem Kind die nötige Sicherheit und Geborgenheit in einer neuen Umgebung zu ermöglichen. Im Beisein von Mutter oder Vater wird dem Kind ermöglicht, Schritt für Schritt sein neues Umfeld zu erforschen. Die Erzieherin widmet sich ganz dem Kind und löst so Schritt für Schritt die Eltern als Bezugsperson in der Kindertagesstätte ab. Durch kurzweilige Trennungszeiten (und spätere längere)  von den Eltern baut das Kind nach und nach eine sichere Bindung zu der Eingewöhnungserzieherin auf.  Die Dauer der Eingewöhnung ist abhängig von der Individualität des Kindes und wird stetig mit den Eltern abgestimmt.

Ein Gespräch nach Abschluss der Eingewöhnungszeit dient dem Austausch und der Reflektion zwischen Gruppe und Eltern.

Mit den Eltern wird somit eine Erziehungspartnerschaft gestaltet, die der Familie und dem Kind die Möglichkeit gibt, in der Kita Kinderland anzukommen und sich wohlzufühlen.

Der Wechsel vom der Nestgruppe oder vom Miniclub in die geöffnete Regelgruppe wird kindgerecht, schrittweise und in Absprache mit den Eltern und den beteiligten Kolleginnen getätigt.

Ein Übergangsgespräch zum Zeitpunkt des Wechsels mit Eltern und dem pädagogischen Fachpersonal dient einer lückenlosen Informationsweitergabe und dem Kennenlernen der neuen Erzieherinnen.

Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule

„Tandem – Unterschiede managen“ regt Pädagoginnen und Pädagogen aus Kindergarten und Grundschule zur systematischen Zusammenarbeit an, unterstützt, begleitet und berät sie beim Brückenbau.

„Tandem – Unterschiede managen“ ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der internationalen Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie an der Freien Universität Berlin. Mit Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung und der Nikolaus Koch Stiftung, aber auch der Bildungsadministrationen der beteiligten Bundesländer und Förderer der deutschen Wirtschaft, konnten bisher schon viele Einrichtungen im T A N D E M gute Erfolge für unsere Kinder erzielen.

Unser Kinderland-Team arbeitet gemeinsam mit der Kita St. Martin, der Kita Angela Merici und der Grundschule Schweich seit 2007 zusammen an dem Projekt.

In folgenden gemeinsamen Aktionen zeigen sich die Ergebnisse unserer bisherigen Arbeit:

  • persönliche Einladung der Vorschulkinder zum Besuch im Unterricht durch die Schulkinder
  • eine gemeinsame Sportstunde mit den 3. Klassen und den Vorschulkindern
  • Kennenlernnachmittag in der Schule
  • Schultüte für die Lehrerin von den Kita – Kindern gefüllt mit Steckbriefen der einzelnen Kinder, Lieblingsliedern , Geschichten, Spielen, Ritualen

Wer noch mehr zum Thema „Tandem – Unterschiede managen“ erfahren möchte, kann auf der Internetseite www.ponte-info.de nachschauen.

Die pädagogische Arbeit

Wir begleiten die Persönlichkeitsentwicklung jedes Kindes gemäß den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz.

Dies mit viel persönlichem Engagement, fachlicher Kompetenz und Erfahrung.

Dabei steht die Individualität einen jeden Kindes im Vordergrund.

„ Wir holen das Kind dort ab, wo es steht“

 

Die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes umfasst folgende Bereiche:

  • die psychische (seelische) Entwicklung
  • die kognitive (geistige) Entwicklung
  • die motorische (körperliche) Entwicklung
  • die Sprachentwicklung
  • die Entwicklung zur Selbstständigkeit
  • die Entwicklung sozialer Kompetenz
  • die kreative und musikalische Erziehung
  • Umwelt und Naturerfahrung

Die Schwerpunkte

Wir arbeiten partizipativ nach dem situationsorientierten Ansatz. Dieser wird bestimmt durch die Lebenserfahrungen und Bedürfnisse der Kinder. Indem sie eigene Ideen und Erfahrungen einbringen, gestalten die Kinder ihren Kindergartenalltag mit. Wir begleiten sie mit unserem pädagogischen Fachwissen unserem hohen Engagement  und unseren Erfahrungen.

Grundlage für sinnvolle Entscheidungen ist die intensive Beobachtung der Kinder während der Gruppensituation und der offenen Zeit mit ihren unterschiedlichen Möglichkeiten. So werden die Fähigkeiten und Fertigkeiten, Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrgenommen. Auch aus Gesprächssituationen mit Kindern werden Ergebnisse zusammengetragen und zum Austausch im Team verwertet, um so zu einer differenzierten Einschätzung und den sich daraus ableitenden pädagogischen Anforderungen zu gelangen.

Die Partizipation

(lat.) heißt Beteiligung, Teilhabe und Mitbestimmung.

 

In unserer Einrichtung setzen wir Partizipation um:

  • im Kindergartenalltag
  • im situationsorientierten Arbeiten
  • während dem Freispiel
  • in der offenen Zeit
  • in der Kinderkonferenz
  • und bei der Planung von Themen und Projekten

 

„Wenn ich nur darf, wenn ich soll

aber nie kann, wenn ich will,

dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.

Wenn ich aber darf, wenn ich will,

dann mag ich auch, wenn ich soll

und dann kann ich auch, wenn ich muss.“

Die Kinderkonferenz

Regelmäßige Kinderkonferenzen in den Gruppen vermitteln den Kindern Grundsätze von demokratischem Verständnis. Sie geben die Möglichkeit emotional und sozial zu reifen, indem die eigene Meinung und das friedliche Miteinander in der Gemeinschaft gefördert werden. Zu gezielten Anlässen oder Projekten (z. B. Vorschulprojekt, Sommerfest, Waldtage) werden gruppenübergreifende Kinderkonferenzen gestaltet.

Das Freispiel

Freispiel bedeutet für uns, dass die Kinder ihre Spielpartner, ihre Spielräume und ihr Spielmaterial frei wählen können.

Wir verstehen unsere Aufgaben während des Freispiels als begleitend, beobachtend und unterstützend.

Das freie Spiel zieht sich wie ein roter Faden durch den Tagesablauf.

 

”Man könnte den Eindruck haben,

dass ein Kind, während es spielt, nichts lernt,

tatsächlich jedoch lernt es etwas sehr Grundlegendes:

Es lernt zu lernen.”

(Ayres)

Die offene Zeit

Diese findet täglich zwischen 10.30 Uhr und 12.00 Uhr statt und beinhaltet folgende Möglichkeiten:

Die Kinder:

  • haben die Möglichkeit, die Spielmaterialien in den verschiedenen Räumen zu nutzen und werden dort von einer Fachkraft begleitet.
  • können an angeleiteten Aktivitäten teilnehmen.
  • finden in Ihrer eigenen Gruppe immer einen Gruppenerzieher als Ansprechpartner.
  • können sich frei nach ihren eigenen Interessen entscheiden, wo, mit wem und mit was sie sich beschäftigen.

Die Kinder können sich täglich unter verschiedenen Möglichkeiten entscheiden. Dabei gibt es festgelegte Funktionsräume mit Angeboten wie Bauen/Konstruieren, Rollenspiel und Puppenwohnung, Experimentieren/Wahrnehmungspiele, Kreisangebot für Singen/Bewegen mit/ohne instrumentale Begleitung, kreatives Gestalten und Malen, Bewegungsbaustelle in der Turnhalle, Spielplatz, uvm. Zusätzlich angeleitete Aktivitäten erweitern das Angebot.

Die Kinder erkennen auf der Magnetwand im Flur auf Fotos das jeweilige Angebot und wo es von wem angeboten wird. Dort können sich zu Beginn der offenen Zeit mit ihrem Magnet und dem eigenen Foto darauf zuordnen. So haben die Kinder einen gegenseitigen Überblick, wer wo spielt und wo Kapazitäten frei sind, wenn ein Wechsel erwünscht ist.

Zusätzliche Angebote

Die Zahlenwerkstatt 

Angelehnt an das Projekt von Prof. Preiss „Entdeckungen im Zahlenland“ gestalten wir eine Zahlenwerkstatt:Die Zahlenwerkstatt will einen Beitrag dazu leisten, ein Netz für mathematische Fähigkeiten anzulegen, das mit Freude und Erfolg verbunden ist und so die Entwicklung persönlicher Kompetenz unterstützt.Erfahrene Kolleginnen führen die Kinder in Kleingruppen spielerisch in den Zahlenraum ein und geben somit eine gezielte Möglichkeit des Lernens. Grundlagen werden dabei in unserer pädagogischen Arbeit gelegt, die wir durch dieses Projekt ergänzen.

 

Das Würzburger Sprachprogramm

Mit den Vorschulkindern führen wir von Januar bis zu den Sommerferien das Würzburger Sprachprogramm durch. Es findet täglich morgens in Kleingruppen zur gleichen Tageszeit statt. Die Einheiten umfassen 10 – 15 Minuten und bauen aufeinander auf.

  • Das phonologische Bewusstsein der Kinder wird gefördert, die Fähigkeit sprachliche Einheiten wie Wörter, Silben, Reime, Laute in der gesprochenen Sprache zu erkennen. Diese Fähigkeit ist wichtig für den Schriftspracherwerb.
  • Weiterhin wird die visuelle, auditive und taktile Wahrnehmung gefördert.

Die Kinder werden unterstützt in der Auswertung ihrer Sprachkompetenz (Wortschatz, Satzbau, und Grammatik).Die Aufmerksamkeit, Konzentration, Detailgenauigkeit, Beobachtungsgabe sowie das Kurz- und Langzeitgedächtnis werden trainiert.Um das Sprachprogramm noch interessanter für die Kinder zu gestalten, setzen wir das Löwenmaterial (www.loewenmaterial.de) ein.

Quellenangabe:Hören, lauschen, lernen – Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der SchriftspracheVandenhoeck und Ruprecht

 

Die Sprachförderung

Richtig sprechen und verstehen können ist in unserer heutigen Gesellschaft eine wichtigste Voraussetzung für jede Entwicklung. Auch in der Schule ist Sprache Mittelpunkt des Lernens.Sprache ermöglicht das Äußern von Wünschen, Erlebnissen, Gedanken, Zielen und Meinungen.Sie stellt die Grundvoraussetzung für das selbstständige Handeln der Kinder dar, für ihre Integration in die Kindergartengruppe und langfristig für ihre Integration in unserer Gesellschaft.Um diese Integration zu ermöglichen, bieten wir Kindern mit Bedarf ein Förderprogramm an.

Mit Hilfe der Beobachtungsbögen „Seldak“ und „sismik“ (vom Rheinland – Pfälzischen Ministerium empfohlen) werden Kinder überprüft. Die Überprüfung erfolgt in den Bereichen:

  • Aktive Sprachkompetenz
  • Zuhören / Sinn verstehen
  • Grammatik
  • Wortschatz
  • Kommunikation Verhalten in Gesprächssituationen
  • Sätze nachsprechen
  • Selbstständiger Umgang mit Büchern
  • Phonologie
  • Schreiben / Schrift

Ziel der Maßnahme ist es, durch Gesprächsrunden, Bilderbuchbetrachtung, Vorlesen, Erzählen, selbstständigem Umgang mit Büchern/Bilderbüchern, Lausch- und Sprachspielen, Reimen und Schreibspielen eine positive Sprachentwicklung bei Kindern zu erreichen. Die Sprachförderprogramme werden an mehreren Tagen in der Woche in Kleingruppen durchgeführt.

Diese Kurse finden in Zusammenarbeit mit der katholischen Familienbildungsstätte Trier e.V. statt.

 

Die Waldtage

In der Kita Kinderland werden regelmäßig sogenannte Waldtage angeboten. Ein Teil der Kinder verbringt mehrere Vormittage im Meulenwald Schweich, Nähe des Heilbrunnens mit Spielen, Klettern, Forschen und Wandern. Sodass die Kinder gemeinsam mit Ihren ErzieherInnen erlebnisreiche Stunden mit unzähligen Lernerfahrungen und jede Menge Spaß erfahren können. So bekommen die Kinder einen intensiven und unmittelbaren Zugang zum Lebensraum Wald, der so mit allen Sinnen gespürt und empfunden werden kann. Dieses Angebot richtet sich an die mittleren und älteren Kinder, die selbst entscheiden können, ob sie teilnehmen möchten.

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